Klinische Anwendungsgebiete der Bioelektrischen Impedanz Analyse
- Adipositas
- die BIA unterscheidet Fettabbau von bloßen Wasserverlusten bzw. Muskelabbau und dient der langfristigen Therapieverlaufskontrolle
- der Einblick in die Körperzusammensetzung bzw. die Veränderung dieser im Rahmen einer medizinischen fundierten Gewichtsreduktion dient dem Patienten als wesentlicher Motivationsfaktor und wirkt sich somit positiv auf die Compliance aus
- Diabetes & metabolisches Syndrom
- bei Diabetes und den anderen Stoffwechselerkrankungen des metabolischen Syndroms ist die Gewichtsreduktion fast immer die Therapie erster Wahl
- Gastroenterologie
- Zirrhosepatienten mit niedriger Körperzellmasse haben nach Transplantation eine schlechtere Langzeitprognose als Patienten mit guter BCM
- BIA erkennt Körperwasserverluste durch Diarrhoen sowie eine häufig vorkommende Protein-Energie-Mangelernährung (chron. entzündliche Darmerkrankungen)
- Geriatrie
- Empfehlungen für die Gestaltung der Ernährungstherapie können direkt aus den BIA-Messergebnissen abgelesen werden und berücksichtigen individuelle Faktoren wie veränderter Bedarf zB: an Energie, Protein oder Flüssigkeit bei entsprechenden Voraussetzungen wie zB: Dekubitus, Fieber, etc.
- HIV-assoziiertes "Wasting"
- BIA ermöglicht die rechtzeitige Erfassung kataboler Prozesse
- die Bestimmung von FFM & Körperzellmasse ist prognostisch besonders relevant
- guter Ernährungszustand kann den Ausbruch von AIDS hinauszögern
- Kardiologie
- mithilfe der BIA können Störungen des Elektrolyt- bzw. Wasserhaushaltes sehr gut erkannt werden, die BIA ist weiters ein wichtiges Hilfsmittel zur Einstellung und Verlaufskontrolle der Diuretika-Therapie
- Klinische Ernährung
- zur Verlaufskontrolle während parenteraler bzw. enteraler Ernährungstherapie
- Nephrologie, Dialyse
- BIA erkennt extrazelluläre Überwässerung oder schleichende Zellverluste
- besonders mithilfe des BIAVECTOR-Nomogramms kann der Hydrationsstatus sehr gut interpretiert werden
- Onkologie
- die häufig vorhandene Mangelernährung bringt signifikant schlechtere Prognosen
- katabole Prozesse können mit der BIA frühzeitig erkannt werden - oft bevor die Waage einen Gewichtsverlust zeigt
- Orthopädie
- Beurteilung des Therapieerfolges durch die Bestimmung der Muskelmasse und inwiefern ein Aufbau von Muskelmasse im Rahmen der Therapie stattgefunden hat
- Sportmedizin
- BIA misst den Zellaufbau und dokumentiert Trainingsverläufe